FÖRDERKREIS USERA FÜR EINE WELT
Geschichtlicher Überblick
Ziel des Förderkreises. Förderung der Missionsstationen der in Mozambik ansässigen " Schwestern von der Liebe Gottes "
Zur Geschichte Mozambiks:
Im Rahmen portugiesischer Entdeckungen wurden auf dem Boden des heutigen Staates Mozambik Handelsniederlassungen und strategische Stützpunkte gegründet 1498 Mozambik, Delagoa, 1500 Sofala( ' Beira). Die Stützpunkte dienten der Sicherung der Seewege nach Indien und dem Sklavenhandel. Nach und nach eroberten die Portugiesen die gesamte Ostküste Afrikas, verloren aber große Teile im 17. und 18. Jahrh. an die vorrückenden Araber. Erst Mitte des 19. Jahrh. wurde das Landesinnere erforscht. Ursache hierfür waren Ende des Sklavenhandels und Aufbau der Plantagenwirtschaften, sowie Rohstoffsuche. Im sehr fruchtbaren Mozambik entstanden die größten Kokusnuss-Plantagen der Welt. Die heutigen Landesgrenzen resultieren aus Kriegen und Verträgen der Kolonialmächte untereinander.
Mitte der fünfziger Jahre bildeten sich in Mozambik erste Befreiungsbewegungen FRELIMO, Frente de Liberaciao de Mocambique, später auch Partei der Avantgarde Partido de Vanguarda genannt. Wechselnd steht sie Moskau oder Peking nahe. Nach mehr alszehnjährigem Kampf gegen die Kolonialherren erreichte man am 25. Juni 1975 die Unabhängigkeit.
Die jüngere Entwicklung seit etwa 1990
Nach der Übernahme der Regierung durch die kommunistische FRELIMO bildete sich, als Gegen-Bewegung von ehemaligen Großgrundbesitzern aus Portugal und Südafrika unterstützt , die RENAMO Residencia National Mosambicana. Ein erbitterter Bürgerkrieg brach aus, der etwa 15 Jahre dauerte und sich verselbständigt hatte. Einheitliche Strukturen wie Parteien oder Gruppierungen z. B. die Regierungstruppen gab es nicht mehr. Mordende Horden durchquerten das Land. Das hatte zur Folge, dass die Landbevölkerung den Schutz in den Städten suchte. Inzwischen ist der äußere Frieden durch UNO Unterstützung erreicht. Die Infrastruktur ist aber noch lange nicht hergestellt, denn die Heimkehr auf das Land ist fast unmöglich, da Mozambik zu einem der meist verminten Ländern der Weit gehört.
Der Verein und seine Aufgaben Der eingetragene Verein USERA FÜR EINE WELT existiert seit 15 Jahren. In ihm sind Christen aus den Städten Saarbrücken (Auersmacher), Köln, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Wuppertal und Düsseldorf vertreten. Sie alle setzen sich für Projekte der Missionsstationen der Schwestern von der Liebe Gottes in Mozambik ein. In Zeiten des Bürgekriegs wurden von Deutschland aus durchschnittlich zwei Container mit Hilfsgütern pro Jahr nach Mozambik verschifft. Inzwischen liegt der Schwerpunkt jedoch bei der finanziellen Unterstützung, um auch die heimische Wirtschaft und Eigeninitiative zu stärken.
Es werden zur Hauptsache Projekte unterstützt, die langfristig konzipiert sind. Das betrifft vor allem der Bau von Zentren und Unterstützung der Schwestern bei ihren pädagogisch didaktischen Vorhaben (Kinder, Jugend und Erwachsenenbildung). Gefördert wurden und werden auch die Anschaffung technischer Geräte wie Handwerkzeug, Traktor, Jeep sowie Hilfsmittel aller Art und Medikamente. Das pädagogische Angebot abgesehen von der elementaren Beschulung der Kinder, die vom Staat geleistet wird (werden sollte) liegt vor allem im Bereich der Weiterbildung Heranwachsender und Erwachsener. Alphabetisierung, Kurse wie Schreibmaschinenschreiben, Informatik, Gesundheitsvorsorge, Hygiene, Herstellung elementarer Dinge wie Seife, Ziegel, Latrinenbau und vieles mehr stehen an.
Der Förderkreis USERA FÜR EINE WELT sieht in seiner Arbeit für Mozambik einen Vorteil gegenüber den Großwerken wie Misereor, Adveniat und Brot für die Welt u. a, auch darin, dass der Kontakt mit den hier in Deutschland lebenden spanischen Schwestern die Verbindung nach Mozambik unmittelbarer gestaltet und einen regen Austausch mit den Schwester vor Ort ermöglicht. So liegt auf der Hand, dass eine immer aktuelle Rückkopplung größeres Interesse ermöglicht. Die Vereinsmitglieder und deren Gemeinden, die sich mit den Vereinszielen identifizieren und für Mozambik sammeln, bekommen immer wieder Einblick in die Gegebenheiten der einzelnen Stationen in Mozambik. Alle Initiativen von hier werden zeitversetzt rückgekoppelt in Bild, Ton und Text. Begegnungen im persönlichen Kontakt findet statt, indem fast jedes Jahr eine Schwester aus Mozambik hier bei uns zu Besuch ist. So kommt es oft zu Begegnungen, die unmittelbarer kaum sein können. Es findet ein reger Austausch statt, in dem über die anstehenden Probleme und deren Bewältigungsstrategien gesprochen wird. Anders herum sind auch Vereinsmitglieder schon mal zu Besuch in Mozambik gewesen, um sich vor Ort kundig zu machen. Die Damen und Herren, welche schon mal in Mozambik waren, bekundeten einhellig, dass sie noch mal dort hin möchten. Nicht uninteressant ist auch die Feststellung: Die Menschen dort sind zwar sehr arm, aber fröhlich sind fast alle.
Den Mitgliedern des Vereins macht es Freude, mit Missionsstationen in einem der ärmsten Länder der Welt in Kontakt zu stehen. Durch die modernen Medien wie Fax und E-Mail wird der Austausch wesentlich vereinfacht, Auch dafür haben wir Mittel gespendet.
|
|